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Vorsorge

Seit dem 01.01.2004 zahlen die gesetzlichen Krankenversicherungen kein Sterbegeld mehr aus. Spätestens seit diesem Zeitpunkt macht es Sinn, für die eigene Bestattung vorzusorgen. Vor allem kann man so verhindern, dass die Erben eine möglichst billige Bestattung wählen um etwas mehr vom Erbe zu erhalten.

Andererseits kann eine Bestattungsvorsorge auch verhindern, dass später für die Kosten der Bestattung von den Angehörigen Sozialhilfe beantragt werden muss. Auf Grund der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes sind Bestattungsvorsorgen gegenüber dem Sozialamt privilegiert. Nur für den Fall einer Bestattungsvorsorge kann das freie Schonvermögen von  5.000 Euro (bis zum 31.03.2017: 2.600 Euro) erhöht werden, so dass eine Sozialbestattung vermieden werden kann. Die Sozialämter erkennen höhere Vorsorgebeträge an, wenn sicher gestellt ist, dass die Gelder ausschließlich für die Bestattung verwendet werden können und dem freien Zugriff des Antragstellers für die Sozialhilfe oder seinen Angehörigen/Betreuer entzogen sind.

Insoweit erkennen im Saarland die Sozialämter einen weiteren Betrag von 2.600 Euro für die Bestattungsvorsorge (zusätzlich zum gesetzlichen Schonvermögen) an. Nimmt man das freie Schonvermögen hinzu, ergibt sich seit dem 01.04.2017 folgende Anlagemöglichkeit:

  • für Einzelpersonen: 5.000 Euro freies Schonvermögen + 2.600 Euro speziell für Bestattungsvorsorge = 7.600 Euro
  • für Ehegatten: jeweils 2.600 Euro Bestattungsvorsorge für jeden Ehegatten = 5.200 Euro + 5.000 Euro + 5.000 Euro = 15.200 Euro.

Allerdings sollten die Beträge nicht voll ausgeschöpft werden, da ein gewisses freies (frei verfügbares und nicht festgelegtes) Schonvermögen beim Kunden verbleiben sollte.

Bestattungsvorsorgeverträge sind unbedingt von anderen Vorsorgegestaltungen zu unterscheiden wie Testament, Betreuungsvollmacht oder Patientenverfügung. Da es sich insgesamt betrachtet um eine rechtlich anspruchsvolle Regelung handelt, empfiehlt sich für Bestatter die Teilnahme an einem speziellen Seminar (Bestattungsvorsorgetraining). Dies wird von uns regelmäßig angeboten, siehe auch auf dieser Internetseite unter Berufsbildung > Lehrgangsangebote.

 

 

Innung legt Geld des Kunden treuhänderisch bei Sparkasse an

Der bisher von uns empfohlene Durchführungsweg bei der Bestattungsvorsorge mittels einer Sterbegeldversicherung wurde aufgrund gesetzlicher Vorgaben (Maklerrichtlinie und Versicherungsvertragsgesetz) immer komplizierter. Daher bieten wir nun mit einem Festgeldkonto bei der Sparkasse Saarbrücken eine einfache und transparente Alternative an. Die Innung ist als Treuhänder zwischengeschaltet. So bleibt für saarländische Innungsbestatter dieser interessante Markt erhalten und können deren Kunden von den günstigen Konditionen profitieren.

  • Unsere Lösung ist einfach und transparent
  • Sie schließen mit Ihrem Kunden einen Bestattungsvorsorgevertrag ab.
  • Der Kunde überweist den vereinbarten Betrag auf unser Konto – wir legen den Betrag auf einem Festgeldkonto bei unserer Hausbank, der Sparkasse   Saarbrücken, zu einem festen Zinssatz für ein Jahr an (weitere Konditionen: siehe unten!)
  • Im Sterbefall zahlen wir den sich dann ergebenden Betrag an den Bestatter aus.

Die Konditionen sehen im Einzelnen wie folgt aus:

  • Die Verzinsung orientiert sich am Euribor, mit dem europäische Banken rechnen. Konkret handelt es sich um den 12-Monats-Euribor, der kaufmännisch gerundet wird auf eine Nachkommastelle minus 1,2 Prozentpunkte. Dies ergibt z. B. bei einem 12-Monats-Euribor von 5,0 % minus 1,2 % = 3,8 %.
  • Stirbt der Kunde, sind auch unterjährig Auszahlungen möglich, allerdings mit gewissen Abschlägen: Bei einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten werden von dem Festzins noch einmal 0,2 Prozentpunkte abgezogen, bei weniger als 9 Monaten 0,4 Prozentpunkte, bei weniger als 6 Monaten 0,6 Prozentpunkte, bei weniger als 3 Monaten 0,7 Prozentpunkte und bei weniger als 30 Tagen erfolgt keinerlei Verzinsung. Ein Jahr nach der Einzahlung erfolgt die neue Anlage des Geldes mit dem dann geltenden Zinssatz (12 Monats-Euribor minus 1,2 Prozentpunkte). Demzufolge kommt die Geldanlage voll dem Bestattungsvorsorgevertrag zugute und erhöht das Kapital für die späteren Bestattungen.
  • Die Innung erhält lediglich bei Ein- und Auszahlung jeweils eine Gebühr von 1 % des jeweiligen Betrages, mindestens 50,00 €!
  • Das Festgeldkonto läuft auf die Fachinnung Holz und Kunststoff Saar, wirtschaftlich Berechtigter ist aber (wegen des Geldwäschegesetzes)  der jeweilige Kunde des Bestatters. Dieser erhält auch eine Steuerbescheinigung über die von der Sparkasse einzubehaltende Steuer. Der Kunde kann diesen Einbehalt dann mit seiner Einkommenssteuererklärung ggf. zurückfordern.
  • Der Mindestanlagebetrag beläuft sich auf 3.000,00 €. Darüber hinaus können beliebige Beträge eingezahlt werden. Darunter ist eine Geldanlage nicht möglich!

Bitte beachten Sie auch: Es verbleibt ein Risiko, wenn der Sterbefall nicht nahe am Wohn- bzw. Bestattungsort eintritt. Eventuelle zusätzliche Überführungkosten sind nicht durch die Regelung gedeckt. Darauf ist der Kunde hinzuweisen. Oftmals besteht ein solches Risiko aufgrund der Lebensumstände des Kunden nicht, in anderen Fällen lässt sich das Risiko zum Teil, nämlich bei Auslandsaufenthalten/-reisen, günstig durch eine ohnehin empfehlenswerte Auslandskrankenversicherung abdecken.

Download: Flyer zur Bestattungsvorsorge

Innung als Treuhänder zwischengeschaltet

Diese Regelung gilt jedoch ausschließlich für Sterbegeldversicherungsverträge, die mit der LV 1871 bzw. dem Münchner Begräbnisverein abgeschlossen werden.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Teilnahme an einem Seminar zur Bestattungsvorsorge
  • Abschluss eines Treuhandvertrages mit unserer Fachinnung
  • Abschluss eines Alleinvermittlervertrages mit der LV 1871
  • Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, eines Gewerbezentral-registerauszuges und einer Gewerbeanmeldung

Ein zusätzlicher Jahresbeitrag wie beim DIB fällt hier nicht an, allerdings wird aus der Provision für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung ein geringerer Betrag ausgezahlt an den Bestatter, nämlich 22 Promille der Bewertungssumme (das entspricht nicht ganz der Versicherungssumme!), wobei hier noch die so genannte Stornoreserve und die Prämie für die zwingend gesetzlich vorgesehene Vertrauensschadensversicherung abgezogen werden. Dies ergibt einen Betrag in Höhe von 11,2 Prozent der Provision, wobei die zehnprozentige Stornoreserve nach zwei Jahren an den Bestatter zur Auszahlung kommt.

Leider lässt sich die Regelung nicht anders vornehmen, weil die Veränderungen beim Versicherungsvermittlerrecht eine direkte rechtliche Beziehung zwischen Versicherungsgesellschaft und dem letztendlichen Versicherungsvermittler, sprich dem Bestatter, vorsehen. Wenn die nachfolgenden weiteren Unterlagen ab Mai d. J. gegenüber der LV 1871 nicht beigebracht werden, ist auch eine Provisionsauszahlung vorläufig nicht mehr möglich. Auch dies ist eine Folge der neuen Versicherungsvermittlerrichtlinien, die in der Gewerbeordnung in deutsches Recht umgesetzt wurde.

Demzufolge werden die Provisionen direkt von der LV 1871 an den Bestatter ausgezahlt und nicht über die Innung. Ansonsten bleibt es aber bei der Einreichung der Versicherungsverträge über das Maklerbüro Harig & Jochum in Riegelsberg.
Ohne die o. g. Unterlagen, insbesondere die Alleinvermittlervereinbarung, können  ab dem 22.05.07 keine Versicherungsverträge mehr policiert werden!
Die Vereinbarung finden Sie im Muster in der Anlage!

Dieses Vertragsmuster ist universell einsetzbar. Es enthält keine ausdrückliche Treuhandregelung, so dass das unwiderrufliche Bezugsrecht aus einer Sterbegeldversicherung auf den Bestatter lauten sollte. Der Vertrag ist auch geeignet für Absicherungen über Sparbuch. 
Wenn die Variante mit Abtretung aus einer bestehenden Versicherung erfolgen soll, ist zu prüfen:

  • Handelt es sich um eine echte Sterbegeldversicherung, die nur ausgezahlt wird, wenn der Kunde verstirbt und
  • ist das Bezugsrecht durch bloße Erklärung des Kunden auf den Bestatter zu ändern oder muss der als unwiderruflich bezugsberechtigt Eingesetzte der Änderung zustimmen, sprich sein Bezugsrecht abtreten!